Spielbericht 34. Spieltag – 1. FC Schweinfurt : FC Pipinsried

Nach zwei Jahren Regionalliga Bayern muss der FC Pipinsried den Gang zurück in die Bayernliga antreten. Nachdem die weiteren Abstiegskandidaten Greuther Führt II und 1860 Rosenheim ihre Hausaufgaben erledigten, hätte selbst ein Sieg in Schweinfurt nicht zur Relegationsteilnahme gereicht.

Ab Minute 1 dominierten die Hausherren das Spielgeschehen und belohnten sich dafür prompt. In der 12 Spielminute erreichte ein Steilpass Stefan Marderer, der das Spielgerät aus halblinker Position im Pipinsrieder Gehäuse versenkte.

Die Schnüdel hatten weitere gute Chancen, konnten vor der Pause aber keine mehr verwerten. So ging es mit einer 1:0 Führung der Schweinfurter in die Katakomben des Willy-Sachs-Stadions.

Circa 20 Minuten vor Spielende durfte der FCP nochmals kurz hoffen. Nach einem Freistoß von Amar Cekic war es Maximilian Zischler der den Ball per Kopf im Netz der Hausherren zappeln ließ. Doch auch dieser Ausgleichstreffer konnte nicht als Weckruf genutzt werden.

In der 81 Spielminute brachte Schweinfurts Nicolas Görtler den Ball auf Florian Trinks, der die Murmel mühelos über die Linie drückte. 5 Minuten später durfte sich der Assistgeber dann selbst belohnen. Görtler zirkelte einen Freistoß aus 18 Metern Entfernung über die Pipinsrieder Mauer und versenkte die Kugel zum 3:1 Endstand im Kasten des FCP.

FCP- Stimmen nach dem Spiel:

Spielertrainer Fabian Hürzeler: „Ich weiß, dass ich die Verantwortung tragen muss für den Abstieg. So bitter er auch ist, weil er eigentlich zu vermeiden gewesen wäre. Entscheidend waren nicht die letzten Wochen, denn da sind wir gut aufgetreten. Über die gesamte Saison hinweg haben wir nie das abgerufen, was wir können, wir haben nie die Konstanz reingebracht, die wir gebraucht hätten – und wir haben keine Serie gestartet. Dementsprechend muss man damit leben. Es ist hart, es tut weh. Wir werden jetzt zwei, drei Nächte darüber schlafen. Der Verein hat das Potenzial in dieser Liga zu bestehen. Wir haben die Regionalliga kennen lernen dürfen. Aus den Fehlern müssen wir lernen, auch ich. Ab der neuen Saison sollten wir es, dann in der Bayernliga, besser machen.“

Sportlicher Leiter Roman Plesche: „Im Prinzip waren wir ja schon nach der 1:3-Niederlage gegen Garching abgestiegen. Dass wir bis zum Schluss noch eine Chance auf den Klassenerhalt hatten, das war okay. Heute hatten wir es eh nicht alleine in der Hand. Von daher war es eher ein schleichender Prozess über die letzten Spieltage. Ärgerlich ist es aber in jeden Fall, denn der Abstieg war vermeidbar. Jetzt müssen wir versuchen, in den nächsten Tagen den Kopf frei zu bekommen, dann werden wir alles analysieren. Ich kann aber jetzt schon sagen, dass wir auch in der Bayernliga eine Klassemannschaft haben werden.“