Keine Punkte, dafür drei verletzte Spieler

Das war die Ausbeute des gestrigen Auswärtsspiels in Kaufbeuren. Mit 3:1 verlor unser Team, weil es versäumte, ihre Chancen zu nutzen. Aber auch der Schiedsrichter trug einen Teil dazu bei: Einen klaren Elfmeter nach Foul an Thomas Schreiner gab er nicht. Unser Spieler wurde acht Meter vor dem Tor dermaßen aus den Socken gehauen, dass er mehrere Minuten behandelt werden und anschließend ausgewechselt werden musste. Sogar ein Funktionär der Gastgeber gab unumwunden zu: „Da haben wir Glück gehabt, der Schiri hätte auch Rot zeigen können“. Das war kurz vor der Pause und unsere Jungs hatten bis dahin das Spiel weitestgehend dominiert, hatten aber auch etwas Glück bei zwei Chancen der Wertachstädter. Beidemale rettete Philipp Brenner – der diesmal den kranken Tobias Antoni vertrat – in höchster Not. Kurz nach dem Seitenwechsel dann die etwas überraschende Führung der Gastgeber: In der 51. Min. zirkelt Ali Ünal einen direkten Freistoß aus ca. 20 m halblinker Position ins Tor. Und sie legten in der 73. Min. nach und erzielten durch Zoran Vrbanic das zweite Tor. Dazwischen jedoch hätte Qemail Beqiri ausgleichen müssen: Er schoss einen Handelfmeter neben das Tor. Das Glück hatten unsere Jungs wahrlich nicht gepachtet und zu allem Überfluss verletzte sich dann auch noch unser Keeper, Philipp Brenner: Bei einem Abwehrversuch prallte er mit Christian Sontheimer so unglücklich zusammen, dass er mit einer klaffenden Platzwunde an der Stirn ins Krankenhaus eingeliefert werden musste. Sonthofer kann man da durchaus einen Vorwurf machen, denn es war alles andere als fair, in so einer Situation noch durchzuziehen. Neben Philipp musste auch Arthur Kubica ins Krankenhaus: Ihm war sein Gegenspieler so unglücklich auf den Handrücken gestiegen, dass er mit Verdacht auf Handbruch behandelt werden musste. Zwischenzeitlich wurde aber auch Fußball gespielt und als Ibrahim Junis in der 81. Min. den Anschlusstreffer erzielte, flammte nochmal kurz Hoffnung beim FCP-Anhang auf. Aber ausgerechnet jener Christian Sontheimer, der vorher durch seine rüde Spielweise unseren Keeper außer Gefecht setzte, versetzte unserem Team nur drei Min. später mit seinem Treffer zum 3:1 den Todesstoß.
Fazit: Sicher war unser Team wegen der vergebenen Chancen selber Schuld an der Niederlage, aber auch Schiedsrichter Beinhofer aus Murnau trug einen Teil dazu bei. Er ließ viel zu viel durchgehen und hat in ein paar ganz entscheidenden Situationen zu unseren Ungunsten entschieden. M.D.