Elfmetergeschenk kostet Sieg

Wiedereinmal ist unser FCP um die Früchte seiner Arbeit gebracht worden.Bis zur 87. Minute beherrschte die Baumgärtnertruppe Ball und Gegner und lag verdient mit 1:0 in Führung. Dann kam es, wie es leider in der laufenden Saison schon so oft gekommen ist. Durch einen mehr als fragwürdigen Elfmeter kamen die Kotterner doch noch zum Ausgleich. In der Nachspielzeit hatte Michael Holzhammer dann noch die Riesenchance zum Siegtreffer, aber er trat nach schöner Hereingabe von Qemajl Beqiri das Spielgerät aus fünf Metern knapp neben das Tor.

Groß war der Jubel nach Manfred Leidenbergers Treffer zum 1:0 für Pipinsried

Doch nun zum Spiel: Unser Team stand in der ersten Hälfte sehr gut und ließ dem Gegner kaum Platz, sich zu entfalten. Wer geglaubt hatte, der bis dato Tabellendritte aus dem Illertal spielt den 14. der Liga an die Wand, wurde schwer enttäuscht. Gerade die Topstürmer der Hausherren  – Wachter 13 Tore, Ylmaz 14 Tore – bekamen gegen unsere sehr stark spielende Innenverteidigung (Adrianowytsch, Hanusch) kaum einen Stich und so hatten beide während der ersten Hälfte aus dem Spiel heraus keine nennenswerte Torchance. Mit etwas Glück hätten wir sogar in Führung gehen können: In der 8. Spielminute zog Qemajl Beqiri im Sechzehner ab, aber Torwart Gruber wehrte nach vorne ab. Ein Verteidiger der Kotterner wollte zur Ecke klären, traf den Ball aber nicht richtig und schoss ihn aufs eigene Tor. Nur mit einem tollen Reflex konnte sein Keeper das Eigentor verhindern. In Hälfte zwei drehten unsere Jungs dann auf und nahmen das Spiel mehr und mehr in die Hand. Bei Kottern wusste man nicht, ob sie nicht konnten, nicht wollten oder sogar beides. Torchancen Fehlanzeige. Lediglich bei Standards kamen sie in Tornähe, hatten aber keine zwingenden Einschußmöglichkeiten. Ganz anders unser Team. Mit schnellen, durchdachten Spielzügen tauchte es immer öfter vor dem gegnerischen Tor auf und hätte mittlerweise die Führung verdient gehabt. In der 68. Minute war es dann soweit: Manfred Leidenberger ließ mit einem 20 Meter-Kracher ins linke untere Eck Torwart Gruber keine Chance und brachte unser Team in Front. Von den Kotterner kam auch danach kein Aufbäumen und hätte der bis dahin gut leitende Schiedsrichter Hanslbauer in der 87. Minute nicht auf den Elfmeterpunkt gezeigt, hätten sie wahrscheinlich bis Mitternacht spielen können und keinen Treffer erzielt. Was war passiert? Adrianowytsch unterläuft einen hohen Ball und so kommt der Ball in den Sechzehner. Manfred Leidenberger versucht den Ball ins Aus zu klären, hat sein Bein aber etwas zu hoch. Kotterns Goalgetter Wachter wittert die Chance und wirft sich in Leidenbergers Fuß, um anschließend theatralisch zu Boden zu gehen. Schiedsrichter Hanslbauer pfeift und zeigt Richtung Ecke. Im nächsten Moment rennt er zum Assistenten an der Linie und entscheidet nach kurzer Rücksprache auf Strafstoß. Der Linienrichter hat richtigerweise eine Berührung gesehen, die aber nur dadurch zustandekam, weil Wachter sich in Leidenberger „hineinwarf“. Nie und nimmer ein Elfmeter. Sogar die Kotterner Fans bestätigten meine Sichtweise. Der Gefoulte schnappt sich die Kugel und verwandelt sicher zum 1:1 Ausgleich. Hätte aber Michael Holzhammer die Riesenchance in der Nachspielzeit genutzt, hätte doch noch die Gerechtigkeit gesiegt und wir wären mit einem Dreier im Gepäck an die Ilm zurückgekehrt. Bei der anschließenden Pressekonferenz lobte unser Co-Trainer Jürgen Schäfer ausdrücklich die starke Leistung seiner Truppe und meinte: “Wir wollten aus Kottern was mitnehmen, aber im Nachhinein kann man mit dem Punkt nicht zufrieden sein.“ Zu leicht wären die Kotterner, die erst dreimal in dieser Saison verloren haben, an diesem Tag zu schlagen gewesen. M.D.

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