FCP nicht kleinzukriegen

Es gibt Fußballspiele, die muss man nicht unbedingt gesehen haben. Zu dieser Kategorie  zählte das heutige Match in Schwabmünchen aber definitiv nicht. Denn es hatte einen Hauptdarsteller – Schiedsrichter Keck – der es  fast (aber nur fast) fertig brachte, eine bis dato faire Partie ohne Not völlig aus dem Lot zu bringen. Zum Schluss siegte doch noch die Gerechtigkeit und unsere Jungs bezwangen die Schwabmünchener verdient mit 2:0.

Zeigte wenig Fingerspitzengefühl: Schiedsrichter Christian Keck

Spielverlauf:
Trainer Marco Küntzel stellte wieder einmal seine Startelf um. Für Antonio Longo kehrte Stefan Horky in die Abwehrkette zurück. Er selbst spielte erstmals seit seiner 4-wöchigen Verletzungspause wieder im vorderen Mittelfeld. Unser Team agierte von Beginn an und demonstrierte ihre offensive Ausrichtung auch durch folgende Spielszene: Mitte der ersten Hälfte eine Ecke für die Hausherren. An der Mittellinie bleiben aber drei Pipinsrieder stehen und binden somit ihre Gegenspieler. Da hat man schon gesehen, dass Marco heute einen Dreier einfahren will. In der 29. Min. dann fast das 0:1. Eine feine Hereingabe von Daniel Daffner verfehlte Martin Finkenzeller nur knapp und so flog der Ball durch Freund und Feind hindurch ins Aus. Nur zwei Minuten später trifft Daniel Daffner aus spitzem Winkel nur den rechten Pfosten. Von den Schwaben war bis dahin nur eine nennenswerte Torchance zu sehen: Ein Zuspiel in die Tiefe erkennt unser Keeper Christian Vötter vorausschauend und vereitelt durch sein beherztes Herausgehen diese Einschussmöglichkeit. Dann die 31. Min: Nahe der Mittellinie wird Thomas Oberhauser hart von den Beinen geholt. Noch im Fallen entgleist dem Gefoulten ein Schimpfwort. Schiri Christian Keck zeigt dem Sünder die Gelbe Karte und zeigt anschließend dem Opfer die Rote. In Unterzahl überstanden wir aber ohne große Mühe den Rest der 1. Hälfte und gingen mit einem 0:0 in die Pause.
Marco Küntzel reagierte auf den Platzverweis und brachte Manfred Leidenberger. Er selbst nahm auf der Trainerbank platz. Aber nur drei Minuten nach Wiederbeginn traute er seinen Augen nicht: Manfred Leidenberger (1,75m) und Christian Lang (1,93m) steigen an der Mittellinie zum Kopfball hoch. Der Schwabe fällt zu Boden und schreit. Schiri Keck zögert einen Moment und pfeift. Er will allen Ernstes gesehen haben, daß Leidenberger den fast 20 cm größerem Gegenspieler einen Ellbogencheck ins Gesicht verpasst hat und ahndet das vermeintliche Vergehen mit einem Platzverweis. Jetzt waren`s nur noch neun (frei nach dem Lied „zehn kleine Negerlein“). Aber unser Team steckte nicht auf und hatte den Gegner trotz numerischer Unterzahl erstaunlich gut im Griff. Immer wieder setzten sie Nadelstiche und so auch in der 64. Min: Stefan Horky schlägt einen langen Freistoß in den Sechzehner.Torwart Daniel Koller, der in der 46. Min. für Michael Linhardt ins Spiel kam, greift daneben und Markus Hanusch vollendet mit Köpfchen zum vielumjubelten 0:1. Die Schwaben verstanden die (Fussball) Welt nicht mehr. Sie kamen mit dem Überzahlspiel überhaupt nicht zurecht und erspielten sich auch im Anschluß keine echte Torchance. Unser Team stand hinten einfach sensationell und war bei fast jedem Zweikampf Sieger. Die ungerechten Spielstrafen schweißten unser Team förmlich zu einem Kollekiv zusammen und jeder Einzelne ging über seine Grenzen. In der 90. Min. dann die endgültige Entscheidung: Nach einer abgewehrten Ecke der Schwaben schnappt sich Martin Finkenzeller 20 m vor dem eigenenTor den Ball. Er umspielt zwei Gegner und läuft dann aufs verwaiste Tor der Gastgeber zu. Ein Schwabmünchener versucht noch, ihn am Trikot zu zupfen, aber „Kalli“ lässt sich nicht beirren und schiebt die Kugel zum 0:2 in die Maschen.
Kurz darauf war Schluß.  Fans und Spieler fielen sich überglücklich in die Arme.

Anm. zur Schiedsrichterleistung:

Zum 1. Platzverweis:
Sicherlich hat Thomas Oberhauser ein Schimpfwort gebraucht. Aber jeder, der schon mal Fußball gespielt hat, kann verstehen, daß einem unter großen Schmerzen schon mal ein Schimpfwort rausrutschen kann.
Zum 2. Platzverweis:
Manfred Leidenberger ist ganz normal zum Kopfball hochgestiegen. Ein Ellbogencheck ist bei der Größe seines Gegenspielers (1,93m)  physikalisch schwer vorstellbar.
Fazit: Mit ein bisschen Fingerspitzengefühl hätte Schiri Keck die zwei roten Karten durchaus umgehen können und damit „Größe“ bewiesen.M.D.

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