Um den möglichen Sieg gebracht…

…wurde  am Samstagnachmittag die Elf aus Pipinsried. Ein nicht gegebener Elfmeter kurz vor Schluß  brachte die Kicker aus dem oberen Ilmtal um den durchaus verdienten Sieg.

Der wäre dringewesen. Das Lattenkreuz rettete hier die U 23 des FCA vor dem Rückstand

Nachdem sich im letzten Spiel gegen Landsberg zu allem Unglück auch noch Spielertrainer Marco Küntzel und Torwart Johannes Steiner verletzt hatten, reiste die Truppe aus dem Dachauer Hinterland mit gerade mal 14 einsatzfähigen Kickern in die Schwabenmetropole. Marco Küntzel musste sein Team notgedrungen wiedereinmal umstellen und so bekam der athletische Daniel Grassert plötzlich neben Michael Funk im Sturmzentrum seine Chance. Das Tor hütete zum ersten mal in dieser Saison Christian Vötter. Pipinsried begann die Partie angesichts ihrer vielen Ausfälle erstaunlicherweise sehr selbstbewußt und beherrschte Ball und Gegner.  In der 11. Min. hätte es bereits 0:1 stehen können, aber der direkte Freistoss aus 20 Metern, von Thomas Richter getreten, knallte nur ans Lattenkreuz. Nur vier Min. später lief nach einem feinen Zuspiel von Manni Leidenberger Michael Funk aufs Schwabentor zu, wurde aber im Abschluss noch von seinem Gegenspieler geblockt und so sprang nur eine Ecke heraus. In der 18. Min. dann konnte  sich zum ersten mal FCP-Keeper Christian Vötter auszeichnen. Einen strammen Schuss vom linken Sechzehnereck lenkte er mit den Fingerspitzen über die Latte. Aber Pipinsried ließ  nicht locker und hatte fünf Minuten später durch Michael Funk schon wieder eine gute Einschußmöglichkeit. Mit seinem schwächeren linken Fuss brachte er aber nicht die nötige Wucht in den Schuss und so war auch diese Chance vertan. In der 26. Min. dann aus heiterem Himmel das 1:0 für die Gastgeber: Einen Rückpass will Torwart Christian Vötter direkt nach vorne schlagen, trifft den Ball aber nicht richtig und so landet das Spielgerät  ausgerechnet bei Benjamin Wilhelm. Der Goalgetter lässt sich nicht zweimal bitten und vollstreckt zum Führungstreffer für die Fuggerstädter. Bis zum Pausenpfiff hatten  die Gäste noch zweimal die Gelegenheit auszugleichen, aber weder Martin Finkenzeller noch Michael Funk konnten ihre Chancen verwerten.

Auch bei diesem Foul an Thomas Oberhauser blieb die Pfeiffe des Schieris stumm!

Halbzeitfazit: Die Gäste bestimmten über weite Strecken das Spielgeschehen, verwerteten ihre bis dahin fünf Chancen nicht und gerieten durch einen individuellen Fehler in Rückstand.

Zu Beginn der zweiten Hälfte das gleiche Bild, aber ohne große Torszenen auf beiden Seiten. In der 63. Min. brachte dann Schiedsrichter Fridolin Angerer  Farbe ins Spiel und stellte den Gästeverteidiger Antonio Longo wegen wiederholten Foulspiel mit gelb/rot vom Platz. Aber nur eine Min. später fast der Ausgleich: Daniel Grassert behauptet sich am Fünfereck und legt den Ball schön auf Thomas Oberhauser ab. Dessen strammer Flachschuss aus ca. 12m  geht aber knapp am linken Pfosten vorbei. In Unterzahl stemmten sich die Gäste nun vehement gegen die drohende Niederlage und wurden in der 75. Min. für ihre Mühen belohnt. Nach einer Ecke von  Süleyman Uzun springt Markus Hanusch am höchsten und trifft per Kopf zum hochverdienten 1:1 Ausgleich. Pipinsried gab sich aber mit diesem Ergebnis nicht zufrieden und drängte weiter auf das Tor der Lechstädter. Vom Unterbau des Zweitligisten aus Augsburg ging trotz numerischer Überlegenheit fast keinerlei Gefahr mehr aus. Dann, kurz vor dem Spielende, folgte der große Auftritt von Schiedsrichter Fridolin Angerer: FCP-Kapitän Manni Leidenberger, der übrigens schon aus Bayernligazeiten für seine äußerst faire Spielweise bekannt ist, setzt sich im gegnerischen Sechzehner durch und wird kurz vor dem Tor klar von den Beinen geholt. Aber kein Pfiff. Die Augsburger Spieler schauen sich verdutzt an, FCP-Spieler reklamieren und die Zuschauer schütteln – bis auf einige Ausnahmen, die sich sogar zu verbalen Beschimpfungen hinreißen lassen- nur noch den Kopf. Nach dem Spiel meinte Schiedsrichter Angerer, dass sich Leidenberger „beim Gegner eingehakt hat“. Diese Regelauslegung hat an diesem Oktobernachmittag für ziemlichen Wirbel gesorgt. Manch Zuschauer sprach sogar von Feigheit des Unparteiischen, denn einen klareren Elfer kann man auch nach Ansicht vieler Augsburger Fans  nicht geben.  FCP Spielertrainer Marco Küntzel wurde nach Spielende von den Pressevertretern auf die Leistung des Schiedsrichters angesprochen. Sein Kommentar: „Ich sage dazu lieber nichts, was die Unparteiischen in letzter Zeit so alles gegen uns gepfiffen haben. Da bereitet man sich mit der Mannschaft die ganze Woche auf so ein Match vor, und dann wird  man um den Lohn seiner Arbeit gebracht. “ Mit dem Auftreten seiner Männer war er hochzufrieden, besonders beeindruckt war er von der geschlossenen kämpferischen Leistung seiner Truppe. „Wenn Michael Funk eine seiner zahlreichen Chancen verwertet hätte, wären wir trotzdem als Sieger vom Platz gegangen“, resümierte der Ex-Profi und verschwand in der Kabine. M.D.

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