Selbst besiegt…

So könnte das Fazit der gestrigen Auswärtsbebegnung bei der TSG Thannhausen lauten, denn man hätte dieses Spiel weiß Gott nicht verlieren müssen.

Dass man letzendlich mit leeren Händen die Heimreise antreten musste, lag wie beim Auftaktspiel in Gersthofen vor allem an den beiden neuralgischen Punkten im Team.
Zum einen scheint dies die Torwartposition zu sein, Spielertrainer Marco Küntzel wechselte diesmal Johanes Steiner, der erneut den Vorzug vor Christian Vötter erhalten hatte, bereits zur Pause gegen letzteren aus und zum anderen die Achillesferse rechte Abwehrseite. Beim Gegentreffer zum 1:3 durch Matthias Gschrey nach 37 min. – was bei der brütenden Hitze auf dem Spielfeld schon fast so was wie eine Vorentscheidung war – schien Marco Küntzel ein Fehlverhalten des diesmal von Beginn an als rechter Aussenverteidiger aufgelaufenen Antonio Longo dermaßen erzürnt zu haben, dass er diesen umgehend auf der Bank Platz nehmen ließ.Für ihn kam Markus Hanusch in’s Spiel, der mehrmals die harte Gangart der Hausherren zu spüren bekam und recht ordentlich spielte, wenngleich auch er nicht fehlerlos blieb.
Bleibt noch nachzutragen das erste Pflichtspieltor unseres Spielertrainers zum zwischenzeitlichen 1:1 Ausgleich in der 25. min. nach gelungenem Zusammenspiel mit Michael Holzhammer, dem aber viel zu schnell der erneute Rückstand durch Stefan Micheler in der 30. min. folgte.

Ein Grund für die Niederlage ist allerdings auch im mangelhaften Zweikampfverhalten unserer Mannen an diesem Tag zu sehen. Den Hausherren merkte man an, dass sie nach zwei Niederlagen zum Auftakt unbedingt punkten wollten, während wir zumeist viel zu weit von unseren Gegenspielern weg standen und Ihnen somit die benötigten Räume ermöglichten.

Lediglich in der letzten Viertelstunde – der in der 63. min. für Suleyman Uzun eingewechselte Michael Funk hatte auf herrliche Flanke von Marco Küntzel per Kopf den Anschlusstreffer zum 2:3 erzielt (73. min.) – keimte nochmals Hoffnung auf. Von der 87. min. bis zum Ende der Nachspielzeit in der 93.min. boten sich 2x Dominik Schön und 1x Sebastion Pummer hochkarätige Chancen zum Ausgleich, die aber entweder knapp am Tor vorbeigingen oder vom gegenerischen Torwart vereitelt wurden. Ehrlichkeitshalber muß man erwähnen, dass zuvor auch die Thannhausener einige beinahe 100%ige Chancen ungenutzt ließen.

Bleibt zu hoffen, dass unser Trainer bei der Torwartfrage im nächsten Heimspiel gegen Unterföhring ein glückliches Händchen hat und die jungen aus dem Nachwuchsbereich gekommenen Spieler sich schnell an die härtere Gangart im Seniorenbereich gewöhnen.

Spielberichte aus der Lokalpresse:

Aichacher Zeitung

Dachauer Nachrichten

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